Dienstag, 25. August 2015

Sew-Along "Die vergessenen Taschen-eBooks" von Machwerk...

... Woche 3 und ich bin wieder mit dabei.
http://www.fabulatoria.de/2015/08/die-vergessenen-taschen-ebooks-von-machwerk/


Während an Farbenmix und Lillesol & Pelle beim Nähen von Taschen fast kein Weg  vorbeiführt, so sind mir die Taschen von "Machwerk" bisher eher vereinzelt in Form von "Arya" und "Sixta" unterkommen.
Beide Taschen bzw. Beutel haben mich sofort angesprochen - insbesondere die beiden Sixta-Exemplare von Barbara.
Ich habe mich dann auf der Seite von Griselda umgesehen und bin auf ein Freebook gestoßen, was mir auf Anhieb gefiel - die Atomium - eine schicke Handtasche.

Sie ist bereits im März auf meinem Rechner gelandet und schlummerte dort bis letzten Freitag...
Das hat sich geändert :) Seit Samstag steht auch hier eine Atomium und wurde bereits zwei Mal ausgeführt.

Meine Stoffwahl ist wie hier wieder auf "Indelible" ("Indelible - Doiland Gloss Plum" Katarina Rocalla für Art Gallery) gefallen, dessen Design und Farbe mich nach wie vor faszinieren.

Ich mag Hirsche - in jeder Form und Farbe - und in dieser Ausführung kann mich die Tasche auch zu nicht jagdlichen Anlässen sehr gut begleiten.

Wie immer gibt's jetzt wieder einige Bilder, die zeigen, wie die Atomium entstanden ist und, wie hart meine Pfaff und ich dafür gekämpft haben...

Bereits hier ist zu erkennen, welchem fatalen Fehler ich erlegen bin: die Laschen für die D-Ringe hat Griselda aus Filz genäht. Ich habe es ihr nachtun wollen und leider den Wollfilz mit 0,3 cm Stärke wie im Freebook (vermutlich NUR) für Webwaren doppelt gelegt.
Die Ziernähte sind weitestgehend o.k., aber dann kam das dicke Ende...

 ... und zwar beim befestigen der Laschen an der Außentasche.
Meine Nähmaschine erlaubt einen sehr hohen "Fußhub", so dass ich mit Ach und Krach den Filz darunter bekommen habe. Doch zu früh gefreut - die Pfaff verweigerte ihren Dienst mit dem Hinweis, dass der Stoff zu dick sei.
Ich habe also alles so gut es ging plattgedrückt und dann hat es mit Biegen und "Beinah-Nadelbruch" geklappt.
Ja, es wird einfach Zeit, dass der Industrienäher hier einzieht, den solche Stoffdicken nicht wirklich beeindrucken.


Dann trat ein weiteres Problem auf: mein Magnetverschluss saß zu tief, um die Ziernaht durch zu nähen. O.k., ich habe das 1. Mal einen Magnetverschluss angebracht, aber zugegebenermaßen kann das so mit der Angabe nicht passen, wenn man nochmals knappkantig absteppt.
Mittlerweile war ich echt angefressen - nicht wegen der Anleitung, die ist tatsächlich leicht verständlich geschrieben - sondern wegen meiner Schusseligkeit.


Wie ich dieses Problem gelöst habe, ist offensichtlich - nicht mit Nähen ;)

Danach gab's erst ein Mal einen Kaffee.
Mit schwante schon, dass das was jetzt kommen musste evtl. dafür sorgen würde, dass meine Atomium gleich im Papierkorb landen würde: das Zusammennähen von Innen- und Außentasche, bei dem KEIN Weg an den Filzlaschen vorbeiführen würde.

Ja, so war es dann auch: fluchend habe ich alle Kraft zusammengenommen, die Maschine ganz langsam an ihre Grenzen und darüber hinausgebracht (jeder 2. Stich zeige einen "überlasteten Motor") und mir geschworen, dass es wirklich da letzte Mal sein wird mehrlagig Filz, Leder und letzteres am besten noch mit Soft & Stable als Einlage dazwischen, zu nähen.

Nein, Ihr wollt nicht wissen, was gerade unter der Nadel liegt... Aber das folgt im Lauf der Woche ;)

Letztendlich ist nach mehreren Nachbesserungsversuchen und drei Spaziergängen mit den Föxen zur Beruhigung dann tatsächlich noch eine Tasche entstanden, die mir RICHTIG gut gefällt und mit deren (kleinen) Macken ich tatsächlich leben kann.

"Geburt"

Ziernaht


Meine Atomium: ein MACH WERK. Mich hat der "Imperativ" angespornt und so sieht's aus!




Reißverschlusstäschchen

Innenansicht

 Rückseite

Einer der beiden Quälgeister...

Den guten Stand verdankt die Atomium S 320 und Volumenvlies 630. Dank S 320 ist auch der Boden sehr stabil.

Noch ein kurzes Fazit:

Die Anleitung eignet sich prima für Anfänger, die keinen Filz im Haus haben bzw. den nur einlagig einsetzen und lässt sich einfach nachnähen!

Den Magnetverschluss setze ich bei Modell 2 (ja, das wird es tatsächlich geben!) höher und verbreitere vermutlich den Taschendeckel, so dass die Seiten "dicht" sind.

Liebe Griselda, sollte Mr. Random mich nicht herauspicken, so sei gewiss, dass sowohl Sixta als auch Arya gekauft auf meinen Rechner ziehen. Außerdem benötige ich noch ein Portemonaie und bin auch da bei Dir fündig geworden.


Verlinkt wird mein "MACHWERK" bei Creadienstag, T&T, HoT , DienstagsDinge und natürlich Fabulatorias #Sew-Along "Die vergessenen Taschen-eBooks Woche 3".

So, jetzt bin ich fertig und schaue erst ein Mal, was Ihr so diese Woche genäht habt!

Donnerstag, 20. August 2015

Sommer, Sonne, Strand und Meer ...

... verlangen geradezu nach einer Sunshine Coast.

Und die gibt's jetzt - dank dem Schnittmuster von Julia (Lillesol & Pelle) und dem Aufruf von Carmen - AKA Fabulatoria - in Form des Sew-Alongs "Die vergessenen Taschen-eBooks von Lillesol & Pelle - Woche 2".
http://www.fabulatoria.de/2015/08/die-vergessenen-taschen-ebooks-von-lillesol-und-pelle/


Die sommerlichen Temperaturen lassen ja fast keinen anderen Taschenschnitt zu, als diese geräumige Strandtasche.
Dass sich das Wetter prompt mit der Fertigstellung der Tasche ändert, und ich rückblickend wohl eher wasserfestes Material hätte verwenden sollen, ist ein anderes Thema...

Wie immer brauch ich sehr viel Zeit für das Finden der "richtigen" Stoffkombination.
Ob mir das gelingt, darf jeder für sich beurteilen ; )

Bei der Sunshine Coast besteht die Herausforderung für mich darin, dass "man" freiwillig "Fraus" Sachen zum Strand trägt, ohne sich mit der Tasche albern vorzukommen.

Meine Stoffauswahl ist deswegen auf "Gil" von Lilalotta gefallen ("Luv" kommt als Innenfutter bei der Reißverschlussinnentasche zum Einsatz, tritt aber nicht sichtbar in Erscheinung). Für den Boden verwende ich grünen Cordura, der dem Sand trotzen sollte, auch, wenn der mal feucht ist.
Innen kommt dunkelblaue beschichtete BW zum Einsatz und die drei Täschchen für Handy und feuchte Sachen bestehen aus demselben Material, wobei ich da nicht ganz auf Rosatöne verzichten konnte ;).

Los geht's mit der Bilderflut...
Gestartet bin ich mit den beiden Trägern.
Weil ich hier das Muster auf dem Träger sehen möchte, gehe ich etwas anders vor, als Julia in ihrem Ebook.
Der Träger soll so aussehen wie links und dafür ist der Stoff so wie rechts zu schneiden, mittig zu bügeln und dann von links und rechts jeweils bis zur Mitte einzuschlagen und nochmals zu bügeln.
Dann wird alles wieder aus einander geklappt und die Seitennaht geschlossen.

Jetzt kann der Träger mit Hilfe einer Sicherheitsnadel gewendet werden. Diese steckt man an einem Ende auf einer Stoffseite fest....
 ...führt die Sicherheitsnade dann in den Stofftunnel...

... und schiebt sie bis zum Ende druch.



Am Ende angekommen, kann man den "Schlauch" ganz leicht wenden!

Tja, und hätte ich nicht nur auf den korrekten Zuschnitt meines Musters geachtet, wäre mir an der Stelle auch aufgefallen, dass die Träger - SO WIE IM EBOOK AUCH BESCHRIEBEN - natürlich an den Enden geschlossen sein sollten. Damit hätte ich mir den Wendekram auch sparen können und einfach "Kopf- und Fußnähte" sowie die Seitennaht mit Ausnahme einer Wendeöffnung in einem Rutsch abnähen können.
Mir fiel es erst auf, als ich die Träger um die D-Ringe nähen wollte...
ALSO: immer schön genau das Ebook lesen ODER besser nachdenken, als ich ;)






Zurückschneiden der Seitennähte...

...und Abnähen des Reißverschlusses für die Innentasche.


 Fertig!
Jetzt noch beide Innenteile rechts auf rechts legen und abnähen - vor lauter Freude bitte hier nicht die Wendeöffnung vergessen :).
 
Jetzt kommen noch drei Innentäschchen aus Wachstuch, die Handy und Co. vor Feuchtigkeit schützen sollen bzw. den Rest der Tasche vor nassen Badesachen.
Befestigt werden sie mit Kamsnaps, was ich wirklich praktisch finde!
 Wird das Schrägband sauber festgesteckt, so ist auch das saubere Nähen für Anfänger leicht möglich - vorausgesetzt man macht es gaaaant laaaangsam und lenkt bei den Kurven immer mit.





Jetzt steht noch das Wenden der Tasche und das Annähen der Träger an und fertig ist meine Sunshine Coast im Lilalotta-Look!

Hier zahlt es sich aus, wenn man beim Nähen von Außen- und Innenteil im Nahtbereich die beiden Nähte quasi in einander schiebt. Heraus kommt so immer eine genau auf einander liegende Nahtansicht.

Jetzt noch der Rand oben knappkantig abgenäht - hier mit einem "einfachen" Zierstich...

 ... und hier das vorläufige Endergebnis, bei dem jetzt nur noch die Träger fehlen.

So, beide Träger sind auch dran und herausgekommen ist DAS:




 

Vergleiche ich Julias Ebook mit anderen "Taschen-Ebooks", so fällt mir positiv auf, dass...

1) ... die Beschreibungen anfängertauglich sind,
2) ... die Taschenform ansprechend wirkt,
3) ... alles passgenau ist,
4) ... außen Platz dank Stoffstreifen für Zeitschriften, Strandmatte und evtl. Flip Flops  ist,
5) ... die Innentaschen herausnehmbar und in der Anzahl variabel sind und
6) ... die Taschengröße sie wirklich zur brauchbaren Strandtasche für zwei Personen macht!


Bei diesem Ebook ist mir nichts aufgefallen, was verbessert werden könnte :) Danke Julia für diese tolle Tasche! Lillesol & Pelle hat einem komplett überarbeiteten Internetauftritt zu bieten, der die angebotetenen Ebooks ganz nach meinem Geschmack toll zur Geltung bringt!

Es ist DONNERStag und hier RUMST es aktuell ordentlich - bis die Sonne zurück ist, dauert es wohl noch ein wenig.
Bis dahin klebe ich mein Schnittmuster für Woche 3 bei Carmes Sew Along und stelle schon mal wieder Stoffe zusammen.

Verlinkt wird die Sunshine Coast bei RUMS #34/15, Taschen und Täschchen und natürlich Fabulatorias Sew-Along Woche 2!
Außerdem gibt's noch eine "Beach Bag Party" bei Birgit, zu der ich die Sunshine Coat gleich mal virtuell nach Österreich schicke!
http://loewing.blogspot.de/2015/07/bbp-beach-bag-party-2-august.html