Dienstag, 23. Juni 2015

Baby, ich habe einen Quilt für Dich!

Entstanden ist das Top im März und wer will, kann HIER nachschauen und lesen.

 

Nachdem mir heute mein lieber Kollege bestätigt hat, dass mit seinem (vermuteten) Tochterkind in etwa drei Wochen zu rechnen ist, habe ich mich dann heute hingesetzt und den Babyquilt fertig gestellt.
Nicht, dass die kleine Dame sich schon früher auf den Weg macht und ich ohne Babydecke da stehe...

Für die Rückseite habe ich Bio-Baumwolll-Teddyplüsch verwendet. Damit alles möglichst weich ist und Baby auch warm liegt, kommt als Füllung Volumenvlies von Buttinette mit 2 cm Höhe zum Einsatz.

Gequiltet habe ich im Nahtschatten, was man auf der Rückseite gut erkennen kann.
Was mir nicht so gut gelungen ist, ist das Binding. Da hätte ich besser mal knappkantiger abgenäht, aber: es ist ja auch mein 1. Quilt und sei's drum - die kleine Madame wird's nicht stören.


Passend dazu gibt's den auch bereits im März entstandenen "Divided Basket" mit zwei Rassel und Kuschelhund für das ältere Geschwisterchen, drei Schnullerketten und einer Feuttuchtasche.


So, und jetzt landet doch heute auf den letzten Drücker gleich ein 2. Beitrag von mir beim Creadienstag!

EDIT 24. Juni 2015:
Das Binding hat mir keine Ruhe gelassen...
Nach dem Waschen stand auch alles prompt kreuz und quer, so dass ich heute morgen einfach eine weitere Naht - dieses Mal einen Zierstich - darüber gelegt habe.

Wenn noch mal alles gebügelt ist, bin ich mit DEM Ergebnis zufrieden :)


Alles nur in meinem Kopf...

...und vielleicht doch etwas Papier wert?!



Quasi aus der Not heraus ist mein 1. "eigener" Taschenentwurf entstanden. Das Ergebnis resultiert aus der als Schultasche viel zu großen "Working Mum" und der Tatsache, dass ich damit ohne Geburtstagsgeschenk da stand.

Also - was tun? Im Netz bin ich doch tatsächlich nicht fündig geworden - auch Juniz und Co. konnten mich nicht so richtig begeistern.
Nach einigem Hin ud Her habe ichmich hingesetzt und nach Ewigkeiten mal wieder Bleibstift und Papier zusammengebracht.
Meine Anprüche - Purismus, was den Schnitt angeht - kein Schnickschnack, aber trotzdem "frauentauglich" und icht langweilig.
Vom Aussehen her bn ich schnell bei obiger Variante gelandet, aber dann trat Problem Nr. 2 auf: Welche Materialien und in welcher Farbe verwende ich?
Weil die Tasche auf dem Boden steht und keine "Füße" hat, fiel die Entscheidung für Boden- und Seitenteile auf Cordura in grün - hier zu sehen beim Zusammennähen von Innen- und Außentasche, also quasi auf links.

Das Leder war ein "Zufallstreffer" über Ebay, wunderschön weich zu greifen, wenig strukturiert, in ausreichender Menge vorhanden, aber: ganz schön rot!
Ob das meinem Schwesterherz gefallen würde? Und welche Stoffe kann ich dazu passend vernähen?
Die Entscheidung ist auf BW-Stoffe aus den Serien "Carlitos" von Lila Lotta und "Beppo" mit passendendem Webband gefallen. Beim "Innenleben" kommt beschichtete BW zum Einsatz, falls mal etwas Auslaufen sollte.

Stabiltät und Standfestigkeit erhält die etwa 30 x 40 cm große Tasche durch "Soft & Stable", Volumenvlies H640 und natürlich das Leder selbst. Mittig habe ich eine Laptoptasche eingesetzt, die ebenfalls Halt gibt.
Das nächste Exemplar darf gerne etwas höher und auch tiefer sein.
Wie man sieht, passt ein Ordner zwar hinein, aber er schaut oben etwas heraus...


Das graue Gurtband wirkte mir "allein" zu fad und so habe ich da - genauso we für den Schlüsselanhänger" auf einen "nicht-zwergigen" Teil der Beppo-Serie zurückgegriffen, der farblich zu den Carlitos-Stoffen UND dem Leder passt.

Ja, und jetzt steht bzw. stand sie da...


...geradlinig vom Schnitt und doch verspielt, aber leider alles nur in meinem Kopf.
Zum Glück habe ich gerade die Abiturprüfungen mit meinen Informatikern hinter "uns" gebracht, so dass ich mich gleich hinsetze und Skizzen mit Bemaßungen anfertige - natürlich auch wieder aus dem Kopf, weil die Tasche jetzt knapp 400 km entfernt ihr neues Zuhause gefunden hat. Sie wird bewundert, gestreichelt und durfte heute vielleicht auch schon mit zur Schule?!

Zum Abschluss noch ein Größenvergleich: "Working Mum" und "ET" (Evas Tasche ;))

Verlinkt wird alles auch gleich beim Creadienstag und TT-Taschen und Täschchen



Donnerstag, 4. Juni 2015

"Working Mum" trifft auf "Gil & Luv"...

... das Ergebnis ist riesig, und zwar zig Nummern zu groß für meine "kleine" Schwester. 

Tja, jetzt bleibt sie wohl bei mir und stellt einen klasse Weekender da. Für Hoteltrips absolut empfehlenswert, aber als Schultasche in der "Großen" Form völlig überdimensioniert. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Julia von Lillesol & Pelle gleich auch ein kleines SM zum Ebook gepackt hat. Aber ich wollte ja die "Große"...

Egal, so sieht sie aus - o.k., der Schultergurt und die Kamsnaps an den inneren Deckeltaschen fehlen noch, aber sonst ist sie fertig und meine Pfaff und ich ehrlich gesagt auch. Wir sind beide an unsere Grenzen gestoßen und quasi mit dem Nahtauftrenner ins Bett gegangen und wieder aufgestanden.

Bei den Stoffen spielen Gil & Luv von Lila-Lotta die Hauptrolle und werden ergänzt um ein paar farblich abgestimmte "Basics" aus meinem Stofffundus.




Gedacht war diese Tasche als Geburtstagsgeschenk für mein Schwesterherz, aber die würde unter der Tasche glatt verschwinden ;)





Und das Innenleben kann sich auch sehen lassen!
 Vorne vier Taschen mit Gummizug oben verziert.

Mittig eine Tasche mit Reißverschluss. Davor steht die Laptop-Tasche mit extra Polsterung.



Wie alles begann...

...folgt in Fotos später. Es ist eine laaaange Geschichte, die sich tatsächlich über 4 Tage erstreckt hat ;)

Ich bearbeite noch immer die gefühlten 1000 Fotos, aber jetzt geht's trotzdem schon mal zu RUMS'23/15 , Herzensangelegenheiten und TT-Taschen und Täschchen!!!





Donnerstag, 28. Mai 2015

"Fly" - Teil 2...

...nachdem ich Montag mein Quilttop "Fly" fertig gestellt habe,

gibt's seit gestern auch eine Rückseite, die für meinen Geschmack den Namen "Fly 2" verdient ;) und heute ein RUMS wert ist!

Nachdem feststeht, dass der Quilt von einer Fachfrau mit der Longarm professionell gequiltet werden soll, hat mir die Rückseite keine Ruhe gelassen. So fad in uni geht bei dem Top für mich gar nicht - oder doch? Und, wenn nicht, was soll ich dann machen? Streifen, irgendetwas, was zur Stoffserie passt - vielleicht FEDERN???

Jaaa, und genau das habe ich dann probiert - freestyle.

So ging's los: aus den Reststreifen die Federteile basteln...


Und, wer findet die Fehler bei den FEDERN?! Sieht mehr nach "Flieger" aus, oder?!
Natürlich müssen die Streifen nach oben ausgerichtet sein ;)

Ja, und dann wird wieder ein Mal gebügelt - jetzt aberdie gesamte Naht in eine Richtung und nicht mehr auseinander (wollen die meisten Quiltservices nicht!).


Jetzt muss noch Stoff um die Feder drum herum. Ich habe mich für "Organge" entschieden und alles stückchenweise passend gebastelt. Dafür habe ich die Feder auf den Stoff aufgelegt und sie quasi ausgeschnitten - Nahtzugabe nicht vergessen!!!

 

Jetzt geht's an das Begradigen, damit ich weitere Stoffteile problemlos annähen kann. Es ist quasi ein "Federblock" entstanden.
 
Hier ist Feder Nr. 1 - 113 cm lang und 46 cm breit - glaube ich... Rechts daneben hängt das Top. S ganz glücklich bin ich mit meiner "Federform" nicht - der Kiel ist oben zu dick und die Spitze gefällt mir nicht. Also muss eine Änderung bei Feder Nr. 2 her!

Feder Nr. 2 - die für mich viel mehr nach Feder aussieht und mich glücklich macht ;)

Links daneben seht Ihr bereits die Stoffstreifen, die ich ohne Versatz gerade untereinander genäht habe.

Etappensieg - der obere Teil der Rückseite "liegt"! Nach unten ist der durch zwei versetzt laufen Reihen mit Stoffstreifen begrenzt.

Und es geht weiter: Die große Feder ist komplett "eingepackt" und dait die linke untere Rückseite fertig!

Der schwierigste Teil: das rechtwinklige Zuschneiden, was als Ergebnis genau 1,54 m x 2,16 m liefern soll. Leider sind 2 cm in der Breite auf der Strecke geblieben - ich hoffe mal, dass das beim Aufziehen auf den Quiltrahmen kein Problem gibt...


Zieleinlauf!!!


 Top meets Rückseite - es muss auf jeder Seite 10 cm kleiner als die Rückseite sein,...


Reisefertig, wenn das Vlies zugeschnitten ist und ich mich für einen von zwei in Frage kommenden Quiltservice entschieden habe, geht's zur Post.

Gestern sind zwei Quiltfüße (offener Freihandsprungfuß und Echinoquiltfuß) eingetroffen.
Es kann ja wohl nicht sein, dass ich nicht quilten kann ;)

Ende Oktober werde ich mir einen Wochenend-Quiltkurs in Erlangen gönnen. Ob ich bis dahin warten kann, weiß ich nicht. Ich glaube eher "nein"! Mich reizt das Quilten sehr und es gibt tolle Onlinekurse bei Craftsy.

Nur an meinen "Fly", da traue ich mich nicht! Ich finde ihn einfach zu schön :)

Dienstag, 26. Mai 2015

"Fly", ....

...und doch nicht "away" - trotz Pfingstferien ; ) .

Seit September letzten Jahres ziert die Stoffserie "Fly" - Design Hamburger Liebe - ein ganzes Fach in meinem Stoffregal.



Angefangen hat alles mit Susannes Tutorial, in dem sie beschreibt, wie sie aus ihrer Stoffserie einen Herringbone-Quilt näht.
Ihr Quilt hat mich von Anfang an begeistert - die Farben, das Muster, einfach alles!
Aber: ich habe mir das Durchhalte- und Nähvermögen für die PERFEKTE Fertigstellung nicht zugetraut.
Passiert ist also erst ein Mal wochenlang gar nichts!

Wie es der Zufall so will, bin ich bei einer September-Rabatt-Aktion von Dawanda auf den Shop "Schönguts Materialkiste" gestoßen. Die liebe Christin hat tatsächlich zwei Jelly Rolls (=Stoffstreifen) in 7,5 cm Höhe über die gesamte Stoffbreite für 11 der 16 HH-Liebe-Stoffe aus der Fly-Serie angeboten. Da musste ich einfach zuschlagen.
Leider ist sofort klar gewesen, dass ich mit zwei Jelly Rolls nicht weit komme - schließlich brauche ich ja zwei Quilts - einen für André und einen für mich!

Christin hat tatsächlich noch mal Stoffe nachbestellt und mir daraus drei weitere Jelly Rolls zugenschnitten (ich hätte allerdings Sechs benötig, wie ich letzte Woche bemerkt habe...). Außerdem gab's bei ihr auch gleich noch passende BW-Stoffe für die Rückseite.

Weil mir die "Feathers" so gut gefallen und diese in den Jelly Rolls fehlten, habe ich mir diese Stoffe woanders bestellt.

Ja, und dann passierte wieder viele Wochen gar nichts...
...bis ich dann letzte Woche entschieden habe: jetzt oder nie und das Regal muss leer werden!
So ist das 1. Quilttop Samstag fertig gestellt worden.

 
In ihm stecken rund 12 Stunden Näh- aber auch noch mal "Feinzuschneide"-Arbeiten. Und das Beste? Ich bin sehr zufrieden!

Bis es soweit war, gab's ganze 12 Blöcke mit jeweils 16 Stoffstreifen á 29 cm x 7,5 cm zu vernähen, was nach Adam Riese 192 Einzelteilen entspricht. Das fertige Top kommt damit auf eine Größe von 135 cm x 196 cm.

Puh, das klingt nicht nur viel, sondern ist auch viel ; )
Aber es hat sich gelohnt, oder???

Es werden immer zwei Streifen exakt an der Längsseite zusammengenäht, ggf. noch mal "nachgeschnitten" (bei mir auf die 7,5 cm x 29 cm) und dann um vier Zentimeter (entweder nach rechts und beim nächsten Block nach links) versetzt an die nächsten beiden Streifen genäht.

Um eine gleichmäßige Nahtbreite zu erhalten, arbeite ich mit einem 1/4-Inch-Fuß, so dass bei meiner NäMa der Stoff genau links am rechten Transporteur entlang läuft.
Und wie immer: alles schön langsam nähen ; )


Und dann muss immer brav gebügelt werden. Susanne bügelt die Nähte auseinander, was ich beim nächten Quilt NICHT machen werden. 


Jetzt stellt sich die Frage: Warum?

Ganz einfach: ein echter Quilt muss gequiltet werden (wer hätte das gedacht ; )) und das kann ich nicht selber.
Unsere Quilts werden zum Quilten zur einer "Fachfrau" verschickt und mit einer "Longarm"- Nähmaschine gequiltet. Hierfür dürfen die Nähte eben nicht auseinandergebügelt sein, sodern sollen zu einer Seite liegen. Natürlich habe ich das erst gestern gelesen, als es bei Quilt Nr. 1 bereits zu spät war...



Nachdem die Stoffstreifen zu akkuraten Blöcken vernäht sind, geht es wieder an den Rollschneider, um jetzt Rechtecke zuzuschneiden. Dafür wird das Lineal - wie auf den Fotos gezeigt - angelegt und auch hier MUSS wieder ganz genau zugeschnitten werden.

Ein 1. Zwischenergebnis:
Fazit: Neee - zu ordentlich - es muss doch alles wild durcheinander genäht werden!

Freitag: HALBZEIT :)

Samstag: FERTIG!!!







Das war der 1. Streich!
Jetzt heißt es das Vlies und den Rückseitenstoff 10 cm größer an jeder Seite als zum Top zu zuschneiden und dann alles in ein Päckchen zu stecken und zu verschicken.
In einigen Wochen kommt dann ein Päckchen zurück und ich halte meinen 1. Quilt in Händen!
In der Zwischenzeit dürfte also hier das 2. Top entstehen und dank der frisch abonnierten englischen Zeitschrift "I love Patwork & Quilting" ...


... geistern mir noch zahlreiche andere Quiltprojekte durch den Kopf - zumal hier noch die ein oder andere amerikanische Stoffserie zum Einsatz kommen will und ich seit neuestem den "Curved Ruler" von Sew Kind mit dazu passenden Quiltideen mein Eigen nennen darf : )

Und, weil heute bereits wieder "Creadienstag" ist, geht's auch gleich mit einem Geburtstagsgeschenk für mein Schwesterherz weiter.